Internationaler Kongress „Leben mit Taubblindheit“

Antragsteller/in: Prof. Dr. Claudia Becker, Humboldt-Universität zu Berlin
Fördersumme: 2.000 €
Jahr: 2015

Zusammenfassung
Über 250 Teilnehmer besuchten den Kongress „Leben mit Taubblindheit“ am 19. und 20. September 2014 in Potsdam im Oberlinhaus. Wissenschaft und Praxis wurden in einem breit angelegten Programm zusammengeführt. Das Thema Taubblindheit wurde im Rahmen des Kongresses aus verschiedenen wissenschaftlichen und praxisbezogenen Perspektiven beleuchtet. Neben nationalen Experten/innen sprachen Wissenschaftler/innen und Pädagogen/innen aus Schweden, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Angemeldet haben sich insgesamt über 250 Teilnehmer/innen aus Wissenschaft und Politik, sowie von Beratungsstellen, Einrichtungen, Wohlfahrtsverbänden, Krankenkassen und der Selbsthilfe. Der gesamte Kongress war im Sinne der Inklusion barrierefrei gestaltet, so dass Menschen mit und ohne Taubblindheit in Austausch treten konnten.

Hintergrund des Kongresses war die besondere Situation taubblinder Menschen. In Deutschland leben schätzungsweise 6.000 betroffene Menschen. Bereits 2004 erkannte das Europäische Parlament Taubblindheit als Behinderung eigener Art an. In Deutschland ist dagegen diese doppelte Sinneseinschränkung mit den besonderen Herausforderungen für die Betroffenen bisher nicht anerkannt. Gleichberechtigte Teilhabe, wie in der 2009 von Deutschland ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderung gefordert, kann für diese Menschen nur durch bessere Versorgungs- und Unterstützungsstrukturen in Deutschland, insbesondere durch qualifizierte Taubblindenassistenz erreicht werden.

Weitere Informationen zum Kongress finden Sie unter www.kongress-taubblindheit.de