Orientierung und Mobilität (O&M)

Antragsteller/in: Prof. Dr. Paul Nater, Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Rehabilitationswissenschaften, Abt. Blinden- und Sehbehindertenpädagogik
Fördersumme: 8.000 €
Jahr: 2008

Zusammenfassung
Empirische Untersuchungen zur Überprüfung des Förderbedarfs im Bereich „Orientierung und Mobilität“ (O&M) mit dem Diagnoseverfahren TAPS bei blinden und sehbehinderten Schülern der Blinden- und Sehbehindertenschule und in der allgemeinen Schule.

Problemstellung
Es besteht in der BRD keine universitäre Ausbildung von Orientierungs- und Mobilitätsspezialisten mehr. Dies hat Konsequenzen für die Forschung in diesem Bereich und rückwirkend auch für die Qualität der O&M-Ausbildung von sehbehinderten und blinden Menschen.
Erziehung und Training in O&M gehört zum Bildungsauftrag für blinde und sehbehinderte Kinder, die sich an Schulen für Blinde und Sehbehinderte oder an allgemeinen Schulen befinden können. O&M-Bildung hat fundamentale Bedeutung für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, deren Selbstbild und deren späteres Wirken in der Gesellschaft. Es ist dabei umso weniger verständlich, warum hierfür keine akademische Ausbildung – wie dies übrigens in den USA flächendeckend der Fall ist – in der BRD vorhanden ist. Der O&M-Bedarf blinder und sehbehinderter älterer Menschen ist ebenfalls noch nicht genügend erforscht.
Die geplante Studie soll zur theoretischen Begründung für die Implementierung eines Studienganges „O&M-Erziehung und -therapie“ beitragen.